Finding The Western Cape
Was erwartet man eigentlich, wenn man für eine Woche in das Western Cape Südafrikas eingeladen wird? Zumindest anhand der Geschichten über Johannesburg und Kapstadt, die es ab und an von Urlaubern zu hören gibt, könnte man das für eine eher düstere Form des Urlaubs halten: nicht nachts raus gehen, niemals alleine sein, bloß nicht an roten Ampeln stehen bleiben außer du willst ausgeraubt und zusammengeschlagen werden! … ein Wunschtraum eines jeden urban passioniertem Explorer.
What would you expect if someone invited you to spend a week on tour through the Western Cape of South Africa? When hearing stories about the dangers of Johannesburg and even Cape Town sometimes, it does seem to be a rather gritty sort of vacation: don’t go out at nights, don’t be alone, don’t stop your car at red lights or you’ll be robbed. Sounds like a dream to the lover of the urban flair.


Leider stellt sich heraus, dass ich unrecht mit meinen törichten Annahmen hatte. Mit einer eklektischen Gruppe witziger deutscher Blogger im Sack - René, Isa, Camilla und Nico - kamen wir in Kapstadt an und trafen unseren wunderbaren Guide Craig und unsere Reisekönigin Angela, die den Trip für uns organisiert hatte. Und schnell mussten wir uns eingestehen, dass Kapstadt keineswegs das war, was wir uns darunter hatten vorstellen wollen. Statt Graffiti und Dreck wurden wir von einem unfassbaren Panorama auf den Tafelberg im Hintergrund einer charmanten kleinen Stadt willkommen (wobei Kapstadt nur klein wirkt, weil es süß und bunt ist: tatsächlich wohnen dort mehr Menschen als in Berlin). Imposante Kolonialbauten, fantastische Menschen und regenbogenfarbige Häuser erquickten unsere Herzen und machten uns zu Dauerknipsern. Ist das wirklich Südafrika? Wie kann ein einziges Land so schön sein? Diese Fragen sollten wir uns im Laufe der Tour noch öfter stellen.
But alas, turns out I was wrong. Arriving in Cape Town with an eclectic group of German bloggers - René, Isa, Camilla and Nico - quickly made us realize that Cape Town was nowhere near what we had imagined. Instead of graffiti and grime we were welcomed by a wonderful panorama of the Table Mountain in the backdrop of a most charming little city. Impressive colonial styles, sweet people and colorful houses were met by our delight. Is this South Africa, really? How can one country be that beautiful?













Diese Reise endete nicht bei Kapstadt. Wir verbrachten zwei Tage in der Stadt, inklusive Sundowner auf Signal Hill, fantastischem Essen im Aubergine Restaurant und übertrieben luxuriöser Herberge im One & Only Hotel. Ein Wahnsinnsteil! Danach ging es weiter, vom Kap der Guten Hoffnung bei stürmischen Wetter zum West Coast National Park, zum Sanbona Wildlife Reserve, zu Boulder’s Beach (wo wir die Pinguine beim Quatsch machen beobachten durften) und anschließend, mein ganz persönliches Highlight: Hermanus am Meer, wo wir zwar leider nur eine Nacht bleiben konnten und eben keine Wale sahen, dafür aber den wohl herzzerreissendsten Sonnenuntergang eines ganzen Lebens.
Our trip was not merely limited to a quick stop in Cape Town. We spent two nights in the city — in the glory halls of the magnificent One & Only Hotel, since you asked — and moved on to see the rest of the Western Cape, including but not limited to: the Cape of Good Hope (which we encountered during an uprising storm, making it all the more impressive to be at the very end of a continent), the West Coast National Park, the Sanbona Wildlife Reserve, Boulder’s Beach (hello Penguins!) and my very personal highlight on our last night: Hermanus, a vacation town right at the beach.


Der ganze Trip fand in Mini Cooper S Roadsters statt, die uns stabil und gut in der Kurve die unzähligen Serpentinen der Berge am Meer hoch und runter transportierten. Die schwindelerregenden Ausblicke auf das glitzernde Meer und die Farben eines südafrikanischen Herbstes — von rot bis gold über grün und blau — machten uns manchmal so sentimental, dass wir kurz inne halten und uns vor Freude übergeben mussten. Ich habe mich noch nie so von der Natur berührt gefühlt und finde es mittlerweile nur noch beschämend, die ungerechten Bilder anzuschauen, die dem echten Blick nicht gerecht werden. Man kann sich nicht vorstellen, wie sprachlos und perplex wir uns in einer Atmosphäre wieder fanden, die keiner anderen gleicht. Die denkwürdigste Erinnerung werde ich an unseren Abend bei einem Game Drive im Sanbona Park haben: auf einem Hügel stehend, leckere Drinks und Snacks genießend, während die Sonne in ihrem Untergang die Halbwüste um uns herum in einem unrealistisch schönen Licht eintauchen ließ, spielten weiße Löwen nur wenige Meter von uns entfernt miteinander und tollten ungestört herum. Was in Südafrika passiert, bleibt wohl in Südafrika, denn Giraffen, Elefanten, Nilpferde, Zebras, Löwen, das gibt’s so schnell hier nicht auf diese Art und Weise.
We travelled in pairs in Mini Cooper S Roadsters, up and down the beautiful serpentines and mountains, giving us thrilling overviews of a country so vast in lightning, colors and variety of landscape. In fact, this was the first time I ever felt as touched by nature. You wouldn’t believe the impressive sundowns over the horizon if you didn’t see them for yourself, and all the pictures I took simply don’t do it any justice. You can’t imagine how speechless and stunned we were usually during the day. At one point, we were standing on top of a hill at the Gaming Reserve while the sun was setting, drinking, snacking, having a laugh and just by the way watching white lions (!) play in the fields beneath us. What happens in South Africa definitely stays in South Africa — giraffes, elephants, hippos, zebras, lions are definitely nowhere to be seen like that over here.








Aber wo das alles gesagt ist muss natürlich auch erwähnt werden, dass ich als City Girl den kolonisierten Look & Feel der Ortschaften ein bisschen bemängelte. Es erinnerte mich an die australische Plastikwelt, die so ganz anders als Europa eine viel kürzere, konstruiertere Geschichte zeigt. So kam es dass ich mich manchmal nach etwas mehr Kontakt mit der Kultur und den Menschen sehnte, jedoch ist Südafrika ein komplexes Ding und nicht einfach anzunähern ohne auch kontroverse politische Punkte anzufassen. Es gab in diesen sieben Tagen aber keinen Raum dafür, weshalb wir schnell den Trip für genau das ansahen, was er am besten konnte: Urlaub. Urlaub am Meer, in den Weinbergen, in der Halbwüste, im National Park, in der Stadt, am Kap der Guten Hoffnung, in den wunderschönsten Hotels mit dem besten Essen. Das Western Cape ist im Herbst, nahe am Winter, absolut empfehlenswert, doch ich werde das nächste Mal mit hundertprozentiger Sicherheit den Sommer aufsuchen und einen weiteren lebensverändernden Road Trip hinlegen, der sich gewaschen hat, in jeder Stelle des Ozeans abtauchen und niemals damit aufhören wollen. Ich gebe also zu: selbst ein Berlin am Meer könnte nicht das liefern, was Südafrika mir gegeben hat. Und doch ist es auch schön, nur als Urlauber in Südafrika zu sein, immerhin bleibt es damit für immer etwas besonderes..
That said, a city girl like me ended up doubting the colonialised look and feel of the towns. I was indeed craving, every now and then, more contact with culture and people, but turns out South Africa is a complex state and not easy to approach without touching some highly political issues. There was no time to go deep, instead we enjoyed the trip for what it was: a vacation. The Western Cape during the fall is amazing, but I’m eager to go back during the summer time, road tripping the hell out of it, jumping from one part of the ocean into another and never ever wanting to stop. If you ever get the chance to go, please do so, and let yourself be freed from the overdose of exhaust gases and tall rising buildings. Returning back to Berlin makes us appreciate even more what kind of vacation we can have overseas and abroad. While my love for the B stays undefeated, it’s good to get out at times and realize that it might give you enough, but never everything.









Update:
Marcus shot this nice Video of the pasting of one of five Deutsche Bahn engines that are rolling through Germany now. If you see them you can win a trip to South Africa through the QR code on the side of the engine . You can find more infos on this over here!
What others had to say about it
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[…] that is undeniably recurrent throughout Malé streets: the colors. As I’d noticed in Cape Town, there are some people on this world who understand the simple minds of the human species. […]



Meine Kamera macht richtig gute Bilder! Naja — die Fotografin kann auch ein bisschen was ;) Love Em!
Mann. <333
Wirklich toller Bericht und unglaublich schöne Bilder! Danke liebe Sara! <3
schööööööön!
Merci fürs Erinnerung wach rütteln an meinen eigen Trip down there. Ach ja… in einer Hinsicht haben Berlin und Kapstadt schon irgendwo was gemeinsam: An beide kann ganz schnell sein Herz verlieren.
http://www.flickr.com/photos/sukramo77/collections/72157630098333596/
Tolle Bilder, da bekomme ich Heimweh nach Südafrika. Das nächste Mal unbedingt einen Abstecher nach Jozi aka the City of Gold aka Johannesburg einplanen — es hat vielleicht nicht die Naturschönheit Cape Towns, aber einen tollen Vibe, wunderschöne Menschen und diese Mischung aus afrikanischem New York und Goldgräbersiedlung